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Kfz Sicherheit


Auffahrunfälle dank neuer Technik vermeiden

Für knapp 9.000 Euro ist der Skoda Citigo beim Fachhändler erhältlich. Kleinwagen werden besonders im Stadtverkehr immer beliebter, da sie wenig verbrauchen und man schnell einen Parkplatz findet. Bisher bestand bei den Zwergen durch die geringe Knautschzone allerdings bei Auffahrunfällen die Gefahr, dass sich Fahrer und Beifahrer schnell schwer verletzen. Unter anderem der neue Skoda und sein Vorbild, der VW up! Sind Beispiele dafür, dass die kleinen Autos trotz ihrer Maße immer sicherer werden.

Kleinwagen mit guten Sicherheitssystemen

Der Skoda Citigo hat nicht nur einen Kopf-Thorax-Seitenairbag für die Front-Insassen, sondern ist für einen Aufpreis von 150 Euro mit dem Notbremssystem „City Safe Drive“ ausgestattet. Mit diesem System wird die Sicherheit für den Fahrer erhöht, da durch ein Radar vorausfahrende oder stehende Autos auf der Fahrbahn erkannt werden. Ist der Fahrer abgelenkt oder müde und bremst dadurch gar nicht oder nur verzögert, übernimmt das autonome Bremssystem die Arbeit und bremst selbstständig. Bis zu Tempo 30 soll dies ohne Probleme funktionieren und Auffahrunfälle werden vermieden. Ist der Skoda schneller unterwegs, kann die Schwere des Unfalls gelindert werden.

Besonders wichtig ist dieses Notbremssystem im Stadtverkehr, wenn man bedenkt, dass Fußgänger bei einem Zusammenprall mit einem Auto, das Tempo 60 fährt, kaum eine Überlebenschance haben. Bremst das Auto automatisch ab, steigt die Chance auf ein Leben nach dem Unfall. Verlassen sollte man sich natürlich nicht blind auf diese Technik.

Notbremssysteme ab 2014 serienmäßig

Das Notbremssystem soll laut Euro NCAP in den kommenden Jahren serienmäßig in alle Auto eingebaut werden. Die Vereinigung mit Sitz in Luxemburg beurteilt unabhängig Sicherheitsmerkmale von verschiedenen Fahrzeugen in Europa und sorgt somit für eine Verbesserung der Sicherheit bei neuen Autos. Bis zu fünf Sterne kann ein Auto für sein Sicherheitskonzept bekommen. Die Hersteller nutzen diese Auszeichnung gerne, um damit Werbung zu machen – so wie der Skoda Citigo, der beim Crashtest die Höchstwerte erreichte.

2014 ist laut Euro NCAP das Jahr der aktiven Sicherheit; unter der aktiven Sicherheit versteht man Systeme, die dafür sorgen, einen Unfall zu verhindern. Bremsen oder das Notbremssystem sind demnach hier einzuordnen. Zur passiven Sicherheit hingegen werden Systeme gezählt, die die Folgen lindern – Airbags sind hierfür ein gutes Beispiel. Autos, die mit guten Sicherheitsaspekten ausgestattet sind, können bei den Versicherungen Punkte sammeln, was unter Umständen zu einem niedrigeren Jahresbeitrag führen kann. KFZ-Versicherungen kann man kostenlos vergleichen und sehen, ob eine Ersparnis möglich ist.

Da bis 2020 die Zahl der Verletzten und Toten im Straßenverkehr halbiert werden soll, werden die Sicherheitsbestimmungen angezogen. Ab dem kommenden Jahr wird ein Auto ohne Notbremssystem keine fünf Punkte mehr erhalten können. Die europäische Vereinigung sieht einen großen Profit vor allem für die Insassen von Vorausfahrenden, da hier häufig Verletzungen wie Schleudertraumen entstehen. Aber auch die Fahrzeugkarosserien sowie der Unfallverursacher profitieren von diesen Entwicklungen.

Während 2014 die Notbremssysteme serienmäßig eingeführt werden sollen, wird Euro NCAP schon zwei Jahre später noch strenger: Dann sollen nur Fahrzeuge die höchste Auszeichnung erhalten, die Fußgänger erkennen und selbstständig für sie bremsen.

Volvo bremst für Fußgänger

Es gibt schon jetzt Auto, die mit diesen Systemen ausgestattet sind. Volvo hat bei einigen seiner neuen Modelle, wie der S60 oder der V40, eine Technologie eingebaut, die mit einem Dual-Modus-Radargerät im Fahrzeuggrill und einer Kamera am Innenspiegel ausgestattet ist. Dieses System kann Fußgänger erkennen und für sie bremsen, wenn der Fahrer zu langsam ist.

Bevor dies geschieht, wird dem Fahrer aber ein Warnton eingespielt. Gleichzeitig wird in die Windschutzscheibe ein rotes Licht projiziert, das an ein Bremslicht erinnert. Der Fahrer wird im Volvo also doppelt gewarnt und sollte nun bremsen. Tut er dies nicht und der Aufprall auf den Fußgänger ist aufgrund des kurzen Abstandes nicht zu vermeiden, bremst das Fahrzeug mit 100 Prozent. Solange der Fahrer aber noch ausweichen kann, kommt es zu keinem automatischen Bremsvorgang. Bei Geschwindigkeiten bis zu 35 km/h werden so Auffahrunfälle mit Fußgängern verhindert, bei höheren Geschwindigkeiten werden die Verletzungen gelindert.

Allerdings gibt es bei diesen Systemen einige Einschränkungen, sodass der Fahrer sich auch hier nicht vollkommen auf die Technik verlassen darf. So muss die Kamera den kompletten Menschen erkennen; außerdem werden Kinder unter 80 cm nicht von der Kamera erfasst. Bei grellem Sonnenlicht, Schneefall oder Spritzwasser kann das Gerät ebenso schlecht sehen wie das menschliche Auge, sodass das System hier unter Umständen versagt.


Bildquelle : flickr.com / ER24 EMS (Pty) Ltd.





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