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Kann man mit Werbung auf privaten Fahrzeugen Geld verdienen?

Die Anschaffung eines Autos ist zwar mit hohen finanziellen Kosten verbunden, doch sind diese dafür nur einmalig und insgesamt meist auch überschaubar. Insbesondere, wenn man sich einen Gebrauchten oder einen Jahreswagen zulegt. Doch die laufenden Kosten für Benzin, Reparaturen, Versicherung und Steuern gehen jeden einzelnen Monat vom Konto ? und das nicht zu knapp. Wenn man sich sein Auto nicht als Luxusgegenstand gekauft hat, sondern darauf angewiesen ist, meist ein unangenehmer Posten.

Viele Fahrzeughalter versuchen daher inzwischen, die Betriebskosten für ihr Auto zu refinanzieren, indem sie Werbeflächen auf ihrem Wagen vermieten. Werbung auf Autos beziehungsweise auf Lkws funktioniert als Geschäftsmodell schon länger recht gut, allerdings bisher nur im "business to business"-Bereich. Hat ein Transportunternehmen eine ausreichend große Flotte, arbeitet es mit Agenturen wie "Plakat am LKW" zusammen und kann so die Betriebskosten erheblich reduzieren. Vorteile, die eine Spedition den Werbetreibenden bieten kann, sind große Flächen am LKW sowie regelmäßige und planbare Bewegungen in festen Gebieten. Privatfahrzeuge bieten allerdings meist sehr viel weniger Werbefläche. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Agenturen in diesem Bereich überaus unseriös arbeiten.




Große Versprechen und geringe bis gar keine Verdienste

Möchte jemand als Privatperson Geld verdienen, indem er sein Auto als Werbefläche anbietet, findet er wahrscheinlich recht zügig Agenturen, die genau das anbieten und große Verdienste versprechen. Leider verdienen viele solcher Agenturen vor allem genau an den Privatpersonen, die sich einen Nebenverdienst durch Folienwerbung erhoffen, und weniger über vermittelte Werbekunden. Der Ablauf ist dabei meist folgender: Es wird ein Termin vereinbart, bei dem das Auto fotografiert wird. Dieses Treffen ist meist schon kostenpflichtig. Anschließend wird dem Interessenten Geld dafür abgenommen, dass sein Auto in einem Register landet, aus dem Firmen ihn auswählen können ? das war es dann oft auch schon an Leistung der Agenturen. Bei einigen Anbietern kommt der Eintrag in das Register zudem nur zustande, wenn man zusätzlich ein teures Zeitungsabo abschließt. Ob der eigene Wagen später aus den Hunderten in solchen Registern eingetragenen Fahrzeugen ausgewählt wird, ist fraglich. Die meisten zahlen bei solchen Geschäften drauf. Das Problem liegt hierbei auch in der schweren Planbarkeit der Bewegungen von Privatautos und darin, dass das Image ihrer Besitzer den potentiellen Werbekunden unbekannt ist. Ein Hippieauto mit Werbung für ein Kreditkartenunternehmen? Ein adipöser Mensch, der für ein Fitnessstudio wirbt? Das funktioniert nicht. Außerdem muss das Auto zielgruppengerecht geparkt werden, also an öffentlichen Orten an denen potentielle Kunden unterwegs sind. Vielleicht funktioniert Werbung auf Kleinwagen deshalb auch nur wirklich effektiv im Businessbereich. Ein Mietwagenunternehmen zum Beispiel, das mehrheitlich über Werbung verdient. Hier können die Fahrzeugbewegungen besser gesteuert werden.

Die besten Ergebnisse erzielt Autowerbung aber immer noch im Rahmen einer gut durchgeführte Werbekampagne, wie die der Krombacher Brauerei vor einigen Jahren.

Bildquellen: @gessingerbildwerk (CC0-Lizenz)/ pixabay.com pixabay.com



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